Luisenschule Städt. Kath. Bekenntnisschule
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Schmetterlingsprojekt der 2. Klassen

Raupen ziehen in die Luisenschule ein

Vor den Osterferien dachte Frau Arbogast über ein neues Thema für das Fach Sachunterricht nach. Frau Est erzählte, dass sie früher mit einer Klasse Schmetterlinge gezüchtet habe. Das hörte sich sehr spannend an! Also bestellte Frau Arbogast 2 Zucht-Sets mit jeweils 5 Raupen.

Am 03.05.2017 hatte die Klasse 2b gerade Sachunterricht, als plötzlich ein Paketbote an unserer Klassentür vorbei lief! Den Kindern war sofort klar: "Das können nur unsere Raupen sein!". Und tatsächlich brachte uns Frau Spitzley kurze Zeit später das Paket, welches wir vorsichtig öffneten. Darin befanden sich zwei kleine Behälter mit winzig kleinen Raupen. Sie waren gerade mal 8 mm groß.

Es waren mehr Raupen als erwartet! Der Behälter mit sechs Raupen blieb bei uns und der mit sieben Raupen wurde in die 2a gebracht. Vorab hatten wir bereits Regeln aufgestellt, die wir von nun an gut beachten wollten:

Wir beobachten und lernen viel über Schmetterlinge

In den nächsten Tagen hielt jeder seine Beobachtungen in seinem Distelfalter-Heft fest.

Nach nur einer Woche waren die Raupen viel dicker und mehr als doppelt so groß geworden! Mit gesponnenen Seidenfäden wollten sie sich vor Feinden schützen. Sie wussten wohl nicht, dass die Kinder aus der 2a und der 2b sehr gut auf sie Acht gaben und ihnen nichts passieren würde.

Als die Raupen zur Verpuppung bereit waren,  kletterten sie den Becherrand hinauf bis an den Deckel. Dort hängten sie sich mit dem Kopf nach unten in der Form eines J auf. Von nun an brauchten die Puppen 7 Tage Ruhe für ihre Entwicklung.

 

Bevor die Puppen umgesetzt werden konnten, mussten die Seidenfäden vom Kokon entfernt werden. So können die Schmetterlinge sich beim Schlüpfen nicht darin verfangen.

 

 

Eine spannende Zeit

Am 22.05.2017, in der Frühstückspause, schlüpfte der erste Schmetterling in der 2b! Die Freude war groß! Aufgeregt beobachteten wir, wie unser erster Distelfalter seine Flügel mit seinem Blut aufpumpte. Nach ein paar Stunden Erholung erkundete er langsam das Habitat und entdeckte schließlich auch die Fruchtzucker-Wasser-Lösung.

Mit seinen Fühlern roch er vorsichtig daran und rollte dann seinen Saugrüssel aus, um die Flüssigkeit zu trinken. In der 6. Stunde konnten wir zwei weitere Distelfalter begrüßen. Am nächsten Tag konnten wir bereits alle sechs Distelfalter erblicken.

 

Der Abschied naht

Sehr liebevoll haben sich die Klassen 2a und 2b um ihre Klassentiere gesorgt. Die Vorhänge wurden jeden Morgen auf- und nach Unterrichtsschluss wieder zugezogen. Die Raupen konnten in ihrem Plastikbecher nämlich kein Sonnenlicht vertragen. Das Thermometer wurde stets beobachtet und je nach Temperatur wurde ein Fenster geschlossen oder geöffnet. Die Tür wurde geschlossen gehalten, damit kein Durchzug herrschte. Als unsere Distelfalter da waren, wurden fleißig Äste, Steine oder Blätter gesammelt, um einen möglichst naturgetreuen Lebensraum zu schaffen. Einige Kinder erklärten sich bereit, Orangen und Bananen mitzubringen.

Nach 1-2 Tagen der intensiven Beobachtung schenkte die 2b ihren sechs Distelfaltern bereits die Freiheit, da sie ansonsten über das lange Wochenende zu Christi Himmelfahrt zu lange in ihrem kleinen Habitat eingesperrt gewesen wären. Gemeinsam gingen wir in den Schulgarten, um den Faltern dort Lebewohl zu sagen.

 

Wir hoffen, dass sie noch einige schöne Tage verleben werden!

Die Klasse 2a konnte die Distelfalter leider nicht lange beobachten. Als die Klasse sich am 24.05.2017 ins lange Wochenende verabschiedete, hingen die Puppen noch unverändert in der Voliere. Frau Arbogast nahm die Puppen daher mit nach Hause, um die Distelfalter füttern zu können, falls sie in den schulfreien Tagen schlüpfen sollten. Noch am selben Abend verfärbten sich drei Puppen dunkel und tatsächlich schlüpften direkt an Christi Himmelfahrt drei Distelfalter! Weitere vier schlüpften am Freitag. Am Montag begrüßte die Klasse 2a begeistert ihre Distelfalter und konnte sie noch einige Stunden beobachten, ehe sie sich wieder von den Schmetterlingen verabschieden musste. Auch diesmal gingen wir in den Schulgarten und schossen erst noch ein paar Erinnerungsfotos, bevor der Deckel geöffnet wurde.

Fleißig wurde den fliegenden Schmetterlingen zugewunken und Lebewohl gesagt.

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