„Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung. Die Jugend soll erzogen werden im Geist der Menschlichkeit, der Demokratie und der Freiheit […]“[1]
KLassenrat
So wie die Vermittlung von demokratischen Grundsätzen im Schulgesetz festgeschrieben steht, geben auch die Richtlinien im Bildungs- und Erziehungsauftrag vor, die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem und eigenverantwortlichem Handeln zu erziehen, sie anzulernen, die eigene Meinung zu vertreten und die Meinung anderer zu achten und für die Demokratie einzutreten.[2] Durch die feste Installation des Klassenrats in unserem Schulalltag und die Wahl eines Klassensprechers möchten wir das demokratische Miteinander und die Partizipation in der Luisenschule stärken. Zudem wollen wir eine gesunde Diskussions- und Streitkultur entwickeln, die zu einem positiven Schulklima beiträgt.
Langfristig planen wir, Vertreter der einzelnen Klassen in einem Schülerparlament zusammen kommen zu lassen, um dort gemeinsam mit unserer Schulleiterin und der Schulsozialarbeiterin über Anliegen der Schulgemeinde zu beraten.
Schülerparlament
An der Luisenschule legen wir großen Wert auf die Mitbestimmung und aktive Teilhabe unserer Schülerinnen und Schüler. Ein zentrales Element unserer gelebten Schuldemokratie ist dabei das Schülerparlament, das den Kindern eine starke Stimme gibt und es ihnen ermöglicht, ihren Schulalltag aktiv mitzugestalten. Dieses Gremium setzt sich aus den gewählten Klassensprecherinnen und Klassensprechern sowie deren Stellvertretungen aller Klassen zusammen. Sie fungieren als direkte Vertrauenspersonen und übernehmen die wichtige Aufgabe, die Interessen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler auf Schulebene zu vertreten. Um einen kontinuierlichen Austausch zu gewährleisten, kommt das Schülerparlament vierteljährlich zu seinen Sitzungen zusammen. Die Hauptaufgabe der Kinder besteht in diesen Runden darin, die vielfältigen Wünsche, Ideen und Anregungen aus den einzelnen Klassenräten zu sammeln, gemeinsam zu besprechen und verlässlich an die Schulleitung sowie die Lehrkräfte weiterzugeben. Darüber hinaus werden in den Zusammenkünften schulische Themen aus der Perspektive der Kinder beleuchtet, gemeinsame Lösungen für Herausforderungen erarbeitet und Aktionen für ein noch schöneres schulisches Miteinander entwickelt. Durch dieses Engagement lernen unsere Grundschülerinnen und Grundschüler früh, Verantwortung zu übernehmen, demokratische Prozesse aktiv zu erleben und sich respektvoll für die Gemeinschaft einzusetzen – für eine Schule, an der sich alle gehört und wertgeschätzt fühlen.
[1] Kapitel 1 und 2 Artikel 7 Landesverfassung Nordrheinwestfalen und § 2 Abs. 2 Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen.
[2] vgl. Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 2012,S. 11.